Familienergänzende Kinderbetreuung

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Betreuungskosten zulasten der Frau?

Lohnt es sich überhaupt, wenn die Frau arbeitet? Die Mehreinnahmen werden ja sowieso gerade wieder von Kinderbetreuungskosten aufgefressen. Wer so überlegt, macht einen Denkfehler.

Haben Sie noch kleine Kinder und möchten dennoch beide Elternteile erwerbstätig sein? Viele Paare sagen sich, dass es sich gar nicht lohnt, wenn die Frau auch arbeitet, da ein Grossteil ihres Einkommens durch die Betreuungskosten aufgefressen werde. Doch dies ist nur eine mögliche Sichtweise.

Wir möchten Sie zu einem andern Gedankenexperiment einladen: Vater und Mutter sind zusammen für die Betreuung verantwortlich, also je 2,5 Tage. Wählt die Mutter ein 60-Prozent-Arbeitspensum, ist sie 2 Tage zu Hause und bezahlt den fehlenden halben Tag Krippe. Der Vater arbeitet 80 Prozent, ist also einen Tag zu Hause und übernimmt die Kosten für 1,5 Krippentage. Die Kosten bleiben zwar, doch gehen sie – auch im Kopf – nicht nur zulasten der Frau.

Jedoch muss an dieser Stelle bemerkt werden, dass das Problem nicht einfach ein individuelles ist. Es gibt auch bekannte Fehlanreize im Schweizer Steuer- und Sozialsystem, das tendenziell das Alleinverdienermodell bevorzugt. Die Fachstelle für Gleichstellung setzt sich dafür ein, dass diese Fehlanreize beseitigt werden und Eltern die Aufteilung der Erwerbs- und Familienarbeit frei wählen können ohne mit finanziellen Nachteilen rechnen zu müssen.

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